Urlaub auf Menorca
die ruhige Balearen-Insel – über 100 Buchten
Menorca ist die östlichste der Balearen und mit rund 700 Quadratkilometern etwa ein Fünftel so groß wie Mallorca. Von Ost nach West misst sie gut 50 Kilometer. Seit 1993 ist sie UNESCO-Biosphärenreservat, seit 2023 gehört die Talayot-Kultur zum Welterbe. Hochhäuser gibt es keine, über 100 Strände und Buchten verteilen sich auf rund 200 Kilometer Küste.
Der Flughafen Mahón (MAH) liegt zehn Autominuten von der Hauptstadt entfernt, die Flugzeit ab Deutschland beträgt zwei bis zweieinhalb Stunden. Ein Menorca Urlaub ist die naturnahe Alternative zu Mallorca und Ibiza.
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Warum Menorca? Das macht die ruhigste Balearen-Insel so besonders
Menorca hat sich früh gegen Massentourismus entschieden.
✅ UNESCO-Biosphärenreservat seit 1993 – rund die Hälfte der Insel steht unter Schutz.
✅ Keine Hochhäuser – die Bauhöhe ist begrenzt, Anlagen bleiben niedrig.
✅ Über 100 Strände und Buchten – von 3 Kilometer langen Stränden bis zu winzigen Calas.
✅ Kurze Wege – gut 50 Kilometer von Ost nach West, kein Ort liegt weit.
✅ Welterbe Talayot-Kultur – seit 2023 anerkannt, über 1.500 prähistorische Fundstellen.
✅ Zwei Küsten – Norden rötlicher Sand und Wind, Süden helle Buchten mit Pinien.
✅ Camí de Cavalls – markierter Wanderweg, 185 Kilometer um die Insel.
✅ Ruhig für Familien und Paare – kaum Partytourismus, flache Buchten.
Die schönsten Orte auf Menorca – wo möchtest du Urlaub machen?
Zwei Pole prägen die Insel: Mahón im Osten, Ciutadella im Westen, dazwischen 45 Kilometer Landstraße. Die Ferienorte liegen fast alle im Süden.
Hotels auf Menorca – niedrig gebaut, meist im Süden
Menorca hat weniger Betten als Mallorca, und das prägt die Auswahl: Die Anlagen sind kleiner, niedriger und liegen meist im Grünen. Der Großteil steht im Süden zwischen Cala en Porter und Cala Galdana. Paare weichen auf Agroturismos oder Stadthotels aus. Viele öffnen nur von Mai bis Oktober.
Süden (Son Bou, Santo Tomás, Cala Galdana, Cala en Porter): größte Auswahl, Sandstrände, Familienclubs.
Osten (Mahón, Es Castell, Punta Prima, S'Algar): Stadthotels, kurze Transferzeiten.
Westen (Ciutadella, Cala Blanca, Cala'n Bosch, Son Xoriguer): Strandanlagen, Altstadt in Reichweite.
Norden (Fornells, Arenal d'en Castell, Son Parc):wenige ruhige Häuser, Wassersport, Mietwagen nötig.
Ausflugstipps auf Menorca – Highlights für deinen Urlaub
Die Insel ist klein genug für Halbtagesausflüge. Diese acht lohnen sich besonders.
Cala Macarella & Cala Macarelleta
Die beiden Nachbarbuchten im Südwesten gelten als die schönsten der Insel: heller Sand, Pinien bis an die Kante, sehr klares Wasser. Die kleinere Macarelleta erreichst du über einen kurzen Pfad über den Felsrücken. Im Sommer ist die Zufahrt für Privatautos gesperrt, dann fährst du mit dem Shuttlebus ab Ciutadella. Alternativ läufst du in gut einer Stunde von Cala Galdana herüber.
Camí de Cavalls – der Weg um die Insel
Der historische Reiterweg GR 223 führt auf rund 185 Kilometern einmal um Menorca herum und ist in 20 Etappen gegliedert. Er verbindet Strände, Klippen, Wachtürme und Feuchtgebiete und ist durchgehend markiert. Für den Urlaub reicht eine Tagesetappe: Von Cala Galdana nach Cala Macarella sind es rund 90 Minuten, meist im Schatten der Pinien. Frühjahr und Herbst sind die besten Monate dafür.
Talayot-Kultur & Naveta des Tudons
Menorca ist seit 2023 mit seiner prähistorischen Talayot-Kultur UNESCO-Welterbe. Über die Insel verteilen sich mehr als 1.500 Fundstellen aus Bronze- und Eisenzeit. Das bekannteste Bauwerk ist die Naveta des Tudons westlich von Ciutadella: ein schiffsförmiges Grabmonument aus großen Kalksteinblöcken, rund 3.000 Jahre alt und ohne Mörtel gefügt. Größte Siedlung ist Torre d'en Galmés bei Alaior, mit Wohnhäusern, Zisternen und drei Talayots.
Naturhafen und Altstadt von Mahón
Der Hafen von Mahón zieht sich fast fünf Kilometer ins Land und lässt sich am besten vom Wasser aus erleben: Rundfahrten starten mehrmals täglich und dauern rund eine Stunde. Dabei passierst du die Festung La Mola an der Einfahrt, das ehemalige Quarantänelazarett und die Illa del Rei mit ihrer Kunstgalerie. An Land lohnt die Altstadt mit Fischmarkt, Käseständen und der Gin-Destillerie am Kai.
Ciutadella Altstadt & Hafen
Die Altstadt von Ciutadella ist kompakt genug für einen Rundgang zu Fuß. Vom Platz Born mit dem Obelisken führen Arkadengassen zur gotischen Kathedrale, dahinter liegen Markt und Stadtpaläste. Über eine Treppe geht es hinunter zum Hafen, der als schmale Schlucht in die Stadt reicht – abends am schönsten. Nordwestlich liegt der ehemalige Steinbruch Pedreres de s'Hostal, heute ein begehbarer Garten.
Cap de Cavalleria & Leuchtturm
Der nördlichste Punkt Menorcas ist eine karge Halbinsel mit dunklen Klippen, die rund 90 Meter steil ins Meer abfallen. Ganz vorn steht der Leuchtturm von 1857, davor liegt eine der windigsten Stellen der Insel – bei Tramuntana wird es ungemütlich. Auf dem Weg dorthin liegen die rötlichen Strände Cavalleria und Binimel·là sowie die Reste der römischen Hafenstadt Sanisera. Am eindrucksvollsten ist der Ort zum Sonnenuntergang.
Naturpark s'Albufera des Grau
Das Feuchtgebiet nordöstlich von Mahón bildet den Kern des Biosphärenreservats. Um die große Lagune führen mehrere markierte Rundwege von 30 Minuten bis zwei Stunden, dazu gibt es Beobachtungshütten und ein Besucherzentrum. Zu sehen sind Reiher, Kormorane, Fischadler und im Frühjahr viele Zugvögel. Am Rand des Parks liegt der ruhige Strand Es Grau, an dem du den Ausflug ausklingen lässt. Fernglas mitnehmen, feste Schuhe reichen.
Bootstour zu den Calas im Süden
Viele der schönsten Südbuchten haben keine Straße – vom Wasser aus erreichst du sie trotzdem. Ab Cala Galdana und Ciutadella starten mehrmals täglich Touren zu Cala Macarella, Cala Mitjana, Cala Trebalúger und Cala Turqueta, meist mit Badestopps und als Halb- oder Ganztagesvariante. Kleinere Boote fahren dichter an die Höhlen der Steilküste heran. Wer selbst steuern will, mietet ein führerscheinfreies Boot.
Beste Reisezeit für Menorca
Menorca ist eine ausgeprägte Sommerinsel – die Saison ist kürzer als auf Mallorca.
- Hauptbadesaison (Mai bis Oktober): 22 bis 30 Grad am Tag, das Meer erwärmt sich von 18 Grad im Mai auf 25 bis 26 Grad im August.
- Hochsaison (Juli und August): die wärmsten und vollsten Wochen. Buchten wie Macarella sind vormittags am ruhigsten.
- Frühjahr und Herbst (April/Mai, Oktober): 18 bis 24 Grad, grüne Landschaft, ideal für Wandern und Radtouren.
- Winter (November bis März): 14 bis 16 Grad, wechselhaft und windig. Viele Hotels schließen von November bis April – plane dann eher Mahón oder Ciutadella.
Tipp: Der Nordwind Tramuntana prägt die Nordküste ganzjährig. An windigen Tagen weichst du an die Südküste aus.
FAQ – Häufige Fragen zum Menorca-Urlaub
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