Urlaub auf Menorca


die ruhige Balearen-Insel – über 100 Buchten

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Reisezeitraum

21.09.2026 - 19.03.2027 , 7-28 Tage

Reisende

2 Erwachsene

Menorca ist die östlichste der Balearen und mit rund 700 Quadratkilometern etwa ein Fünftel so groß wie Mallorca. Von Ost nach West misst sie gut 50 Kilometer. Seit 1993 ist sie UNESCO-Biosphärenreservat, seit 2023 gehört die Talayot-Kultur zum Welterbe. Hochhäuser gibt es keine, über 100 Strände und Buchten verteilen sich auf rund 200 Kilometer Küste. 


Der Flughafen Mahón (MAH) liegt zehn Autominuten von der Hauptstadt entfernt, die Flugzeit ab Deutschland beträgt zwei bis zweieinhalb Stunden. Ein Menorca Urlaub ist die naturnahe Alternative zu Mallorca und Ibiza.

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Warum Menorca? Das macht die ruhigste Balearen-Insel so besonders

Menorca hat sich früh gegen Massentourismus entschieden.

✅ UNESCO-Biosphärenreservat seit 1993 – rund die Hälfte der Insel steht unter Schutz.

✅ Keine Hochhäuser – die Bauhöhe ist begrenzt, Anlagen bleiben niedrig.


✅ Über 100 Strände und Buchten – von 3 Kilometer langen Stränden bis zu winzigen Calas.


✅ Kurze Wege – gut 50 Kilometer von Ost nach West, kein Ort liegt weit.


✅ Welterbe Talayot-Kultur – seit 2023 anerkannt, über 1.500 prähistorische Fundstellen.


✅ Zwei Küsten – Norden rötlicher Sand und Wind, Süden helle Buchten mit Pinien.


✅ Camí de Cavalls – markierter Wanderweg, 185 Kilometer um die Insel.


✅ Ruhig für Familien und Paare – kaum Partytourismus, flache Buchten.

Die schönsten Orte auf Menorca – wo möchtest du Urlaub machen?

Zwei Pole prägen die Insel: Mahón im Osten, Ciutadella im Westen, dazwischen 45 Kilometer Landstraße. Die Ferienorte liegen fast alle im Süden.

Mahón (Maó) – Hauptstadt am Naturhafen

Mahón liegt im Osten und zählt rund 30.000 Einwohner. Die Stadt zieht sich über eine Klippe oberhalb eines fast fünf Kilometer langen Naturhafens – einer der größten der Welt. Unten am Wasser reihen sich Bootsanleger, Fischlokale und Bars, oben liegen die Altstadt, georgianische Fassaden aus der britischen Zeit und die Kirche Santa María mit ihrer großen Orgel. 


Berühmt ist Mahón für zwei Produkte: den Gin nach britischem Vorbild und den Käse Mahón-Menorca mit geschützter Herkunft. Der Flughafen liegt zehn Autominuten entfernt. Wer Stadtalltag und Restaurants will statt Hotelanlage, wohnt hier richtig.


Mahón (Maó) – Hauptstadt am Naturhafen

Ciutadella – die alte Hauptstadt im Westen

Ciutadella war bis 1722 Hauptstadt und ist bis heute der schönere Pol. Die Altstadt aus honigfarbenem Sandstein liegt rund um die Kathedrale und den Platz Born, dazwischen Arkadengassen, Adelspaläste und kleine Läden. 


Der Hafen ist ein schmaler Meeresarm, der tief in die Stadt schneidet – abends sitzt man dort direkt am Wasser. Vom Ort erreichst du in 20 Minuten die Buchten des Südwestens, nördlich liegen Cala Blanca und Cala en Blanes. 


Höhepunkt des Jahres sind die Fiestas de Sant Joan Ende Juni mit ihren Pferden. Die Wahl für Urlaub mit Stadtleben.


Ciutadella – die alte Hauptstadt im Westen

Son Bou & Santo Tomás – die langen Sandstrände

Son Bou hat den längsten Strand der Insel Menorca: knapp drei Kilometer heller Sand, dahinter ein Feuchtgebiet mit Schilfgürtel. Das Wasser bleibt lange flach, was Familien mit kleinen Kindern entgegenkommt. Am östlichen Ende stehen die einzigen größeren Hotelbauten der Küste, der Rest des Strandes bleibt frei. Rund vier Kilometer westlich schließt Santo Tomás an, deutlich ruhiger und kleiner, mit breitem Sandstreifen und wenigen Anlagen direkt am Wasser. 


Beide Orte liegen etwa 25 Autominuten von Mahón entfernt und eignen sich vor allem, wenn du einen echten Badestrand statt einer engen Cala suchst.


Son Bou & Santo Tomás – die langen Sandstrände

Cala en Porter & der Süden – Klippen und tiefe Buchten


Cala en Porter liegt 12 Kilometer westlich von Mahón, an einer schmalen Bucht zwischen hohen Kalkfelsen. Der Sandstrand am Talende fällt flach ab und ist von beiden Seiten windgeschützt, die Ferienhäuser stehen oben auf der Klippe. Bekannt ist der Ort für die Cova d'en Xoroi, eine Höhle in der Steilwand über dem Meer, tagsüber Aussichtsterrasse und abends Bar. Nebenan liegen die Cales Coves mit über 90 in den Fels geschlagenen Grabhöhlen aus vorgeschichtlicher Zeit. 


Der ganze Südosten folgt diesem Muster: hohe Klippen, schmale Zufahrt, dahinter eine windgeschützte Bucht mit Sandstrand.


Cala en Porter & der Süden – Klippen und tiefe Buchten

Fornells & der Norden – Bucht, Wind und Wassersport

Fornells liegt an der Nordküste, rund 30 Autominuten nordwestlich von Mahón entfernt. Das weiß getünchte Fischerdorf schmiegt sich an eine gut vier Kilometer lange, schmale Bucht, die kaum Wellen kennt – gute Bedingungen zum Segeln, Windsurfen und Stand-up-Paddeln. Am Wasser steht eine Reihe von Restaurants, in denen die Caldereta de Langosta serviert wird, ein Eintopf mit Languste. 


Rundherum wird der Norden rau: rötlicher bis dunkler Sand, zerklüftete Felsen, kaum Bebauung, Buchten wie Cala Pregonda oder Cala Tirant. Der Nordwind Tramuntana bläst hier oft kräftig – Badetage plant man nach Windrichtung.


Fornells & der Norden – Bucht, Wind und Wassersport

Cala Galdana – die Bucht mit Hotelinfrastruktur

Cala Galdana liegt an der Südküste, etwa 25 Kilometer von Ciutadella. Die Bucht ist fast kreisrund, von bewaldeten Felswänden gerahmt und über eine Flussmündung mit dem Hinterland verbunden. Der Sand ist hell und fein, das Wasser flach und geschützt – einer der wenigen Orte mit Postkartenbucht und vollständiger Infrastruktur: Hotels, Supermärkte, Bootsverleih, Tauchbasis, Restaurants. 


Wer laufen mag, erreicht über den Küstenpfad in 30 bis 45 Minuten die deutlich einsamere Cala Mitjana im Osten und Cala Macarella im Westen. Für Familien ohne Mietwagen ist Cala Galdana der praktischste Standort der Insel.


Cala Galdana – die Bucht mit Hotelinfrastruktur

Es Mercadal & das Inselinnere – Monte Toro und Landgüter

Es Mercadal liegt in der Inselmitte, an der Hauptstraße zwischen Mahón und Ciutadella. Von hier führt eine schmale Straße hinauf zum Monte Toro, mit 358 Metern der höchste Punkt der Insel. Oben stehen ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert und eine Terrasse, von der du bei klarer Sicht beide Küsten gleichzeitig überblickst. 


Im Inselinneren liegen außerdem Alaior und Ferreries, zwei ruhige Landstädtchen, sowie zahllose Llocs – die traditionellen Landgüter mit ihren Trockenmauern, viele davon heute Agroturismos. Wer Ruhe und kurze Wege in beide Richtungen sucht, wohnt in der Mitte.


Es Mercadal & das Inselinnere – Monte Toro und Landgüter

Hotels auf Menorca – niedrig gebaut, meist im Süden

Menorca hat weniger Betten als Mallorca, und das prägt die Auswahl: Die Anlagen sind kleiner, niedriger und liegen meist im Grünen. Der Großteil steht im Süden zwischen Cala en Porter und Cala Galdana. Paare weichen auf Agroturismos oder Stadthotels aus. Viele öffnen nur von Mai bis Oktober.


Süden (Son Bou, Santo Tomás, Cala Galdana, Cala en Porter): größte Auswahl, Sandstrände, Familienclubs.

Osten (Mahón, Es Castell, Punta Prima, S'Algar): Stadthotels, kurze Transferzeiten.

Westen (Ciutadella, Cala Blanca, Cala'n Bosch, Son Xoriguer): Strandanlagen, Altstadt in Reichweite.

Norden (Fornells, Arenal d'en Castell, Son Parc):wenige ruhige Häuser, Wassersport, Mietwagen nötig.

Ausflugstipps auf Menorca – Highlights für deinen Urlaub

Die Insel ist klein genug für Halbtagesausflüge. Diese acht lohnen sich besonders.

Cala Macarella & Cala Macarelleta

Die beiden Nachbarbuchten im Südwesten gelten als die schönsten der Insel: heller Sand, Pinien bis an die Kante, sehr klares Wasser. Die kleinere Macarelleta erreichst du über einen kurzen Pfad über den Felsrücken. Im Sommer ist die Zufahrt für Privatautos gesperrt, dann fährst du mit dem Shuttlebus ab Ciutadella. Alternativ läufst du in gut einer Stunde von Cala Galdana herüber.

Camí de Cavalls – der Weg um die Insel

Der historische Reiterweg GR 223 führt auf rund 185 Kilometern einmal um Menorca herum und ist in 20 Etappen gegliedert. Er verbindet Strände, Klippen, Wachtürme und Feuchtgebiete und ist durchgehend markiert. Für den Urlaub reicht eine Tagesetappe: Von Cala Galdana nach Cala Macarella sind es rund 90 Minuten, meist im Schatten der Pinien. Frühjahr und Herbst sind die besten Monate dafür.

Talayot-Kultur & Naveta des Tudons

Menorca ist seit 2023 mit seiner prähistorischen Talayot-Kultur UNESCO-Welterbe. Über die Insel verteilen sich mehr als 1.500 Fundstellen aus Bronze- und Eisenzeit. Das bekannteste Bauwerk ist die Naveta des Tudons westlich von Ciutadella: ein schiffsförmiges Grabmonument aus großen Kalksteinblöcken, rund 3.000 Jahre alt und ohne Mörtel gefügt. Größte Siedlung ist Torre d'en Galmés bei Alaior, mit Wohnhäusern, Zisternen und drei Talayots.

Naturhafen und Altstadt von Mahón

Der Hafen von Mahón zieht sich fast fünf Kilometer ins Land und lässt sich am besten vom Wasser aus erleben: Rundfahrten starten mehrmals täglich und dauern rund eine Stunde. Dabei passierst du die Festung La Mola an der Einfahrt, das ehemalige Quarantänelazarett und die Illa del Rei mit ihrer Kunstgalerie. An Land lohnt die Altstadt mit Fischmarkt, Käseständen und der Gin-Destillerie am Kai.

Ciutadella Altstadt & Hafen

Die Altstadt von Ciutadella ist kompakt genug für einen Rundgang zu Fuß. Vom Platz Born mit dem Obelisken führen Arkadengassen zur gotischen Kathedrale, dahinter liegen Markt und Stadtpaläste. Über eine Treppe geht es hinunter zum Hafen, der als schmale Schlucht in die Stadt reicht – abends am schönsten. Nordwestlich liegt der ehemalige Steinbruch Pedreres de s'Hostal, heute ein begehbarer Garten.

Cap de Cavalleria & Leuchtturm

Der nördlichste Punkt Menorcas ist eine karge Halbinsel mit dunklen Klippen, die rund 90 Meter steil ins Meer abfallen. Ganz vorn steht der Leuchtturm von 1857, davor liegt eine der windigsten Stellen der Insel – bei Tramuntana wird es ungemütlich. Auf dem Weg dorthin liegen die rötlichen Strände Cavalleria und Binimel·là sowie die Reste der römischen Hafenstadt Sanisera. Am eindrucksvollsten ist der Ort zum Sonnenuntergang.

Naturpark s'Albufera des Grau

Das Feuchtgebiet nordöstlich von Mahón bildet den Kern des Biosphärenreservats. Um die große Lagune führen mehrere markierte Rundwege von 30 Minuten bis zwei Stunden, dazu gibt es Beobachtungshütten und ein Besucherzentrum. Zu sehen sind Reiher, Kormorane, Fischadler und im Frühjahr viele Zugvögel. Am Rand des Parks liegt der ruhige Strand Es Grau, an dem du den Ausflug ausklingen lässt. Fernglas mitnehmen, feste Schuhe reichen.

Bootstour zu den Calas im Süden

Viele der schönsten Südbuchten haben keine Straße – vom Wasser aus erreichst du sie trotzdem. Ab Cala Galdana und Ciutadella starten mehrmals täglich Touren zu Cala Macarella, Cala Mitjana, Cala Trebalúger und Cala Turqueta, meist mit Badestopps und als Halb- oder Ganztagesvariante. Kleinere Boote fahren dichter an die Höhlen der Steilküste heran. Wer selbst steuern will, mietet ein führerscheinfreies Boot.

Beste Reisezeit für Menorca

Menorca ist eine ausgeprägte Sommerinsel – die Saison ist kürzer als auf Mallorca.


  • Hauptbadesaison (Mai bis Oktober): 22 bis 30 Grad am Tag, das Meer erwärmt sich von 18 Grad im Mai auf 25 bis 26 Grad im August.
  • Hochsaison (Juli und August): die wärmsten und vollsten Wochen. Buchten wie Macarella sind vormittags am ruhigsten.
  • Frühjahr und Herbst (April/Mai, Oktober): 18 bis 24 Grad, grüne Landschaft, ideal für Wandern und Radtouren.
  • Winter (November bis März): 14 bis 16 Grad, wechselhaft und windig. Viele Hotels schließen von November bis April – plane dann eher Mahón oder Ciutadella.


Tipp: Der Nordwind Tramuntana prägt die Nordküste ganzjährig. An windigen Tagen weichst du an die Südküste aus.

FAQ – Häufige Fragen zum Menorca-Urlaub

Zum Baden sind Juni und September am angenehmsten: warm, aber nicht drückend, und deutlich leerer als der Hochsommer. Juli und August bringen die höchsten Temperaturen. Für Wandern und Kultur eignen sich April und Oktober besser.

Von den meisten deutschen Flughäfen erreichst du Mahón (MAH) in zwei bis zweieinhalb Stunden. Direktflüge gibt es vor allem im Sommer. Der Transfer nach Ciutadella dauert 45 Minuten.

Ja, Menorca gilt als familienfreundlichste der Balearen. Viele Südbuchten fallen flach ab, das Wasser ist ruhig, die Wege sind kurz. Son Bou, Santo Tomás und Cala Galdana bieten die meisten Familienhotels.

Für einen reinen Badeurlaub in Cala Galdana, Son Bou oder Ciutadella nicht – dort liegt alles fußläufig. Für Nordküste, einsame Buchten und Talayot-Stätten ist ein Auto klar im Vorteil. Alternativ buchst du Tagestouren.

Der Norden ist wilder: dunkler bis rötlicher Sand, zerklüftete Felsen, kaum Bebauung, häufig Tramuntana-Wind. Der Süden hat hellen Sand, Pinien bis ans Wasser, ruhigere See und die meisten Hotels. Dazwischen liegen selten 20 Kilometer.

Menorca hat weniger Betten als Mallorca und eine kürzere Saison, deshalb ist das Angebot im Hochsommer schnell ausgebucht. Wer flexibel ist, reist im Juni oder September. Frühes Buchen lohnt sich hier besonders.

Menorca trägt zwei Auszeichnungen. Seit 1993 ist die Insel Biosphärenreservat, weil Landwirtschaft, Siedlungen und Natur eng verzahnt sind. Seit 2023 kommt der Welterbe-Titel für die Talayot-Kultur dazu – bekannteste Stätten sind Naveta des Tudons und Torre d'en Galmés.

Am bekanntesten sind Cala Macarella und Cala Macarelleta im Südwesten sowie Cala Turqueta und Cala Mitjana. Im Norden lohnen Cala Pregonda und Cala Presili mit rötlichem Sand. Für kleinere Buchten brauchst du 10 bis 40 Minuten Fußweg.

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