Urlaub auf Lanzarote die gestaltete Vulkaninsel – Timanfaya & weiße Dörfer
Lanzarote ist die nordöstlichste der großen Kanareninseln: rund 60 Kilometer lang und gut 20 Kilometer breit. Zwischen 1730 und 1736 brachen im Westen über Jahre hinweg Vulkane aus und begruben rund ein Viertel der Insel unter Lava. Genau diese Landschaft ist heute der Grund zu kommen. Seit 1993 steht die gesamte Insel als UNESCO-Biosphärenreservat unter Schutz.
Der Flughafen Lanzarote (ACE) liegt bei Arrecife, die Flugzeit ab Deutschland beträgt vier bis viereinhalb Stunden. Ein Lanzarote Urlaub verbindet damit ganzjährige Badetemperaturen mit einer Insel, deren Erscheinungsbild bewusst gestaltet wurde.
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Warum Lanzarote? Das macht die Vulkaninsel so besonders
Keine andere Kanareninsel sieht so aus – das Ergebnis klarer Bauregeln.
✅ Vulkanlandschaft von 1730 bis 1736 – rund ein Viertel der Insel liegt unter Lava, begehbar im Nationalpark Timanfaya.
✅ Die Handschrift von César Manrique – keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame an den Straßen, weiße Häuser mit grünen oder blauen Fensterläden.
✅ UNESCO-Biosphärenreservat seit 1993 – geschützt ist die komplette Insel, nicht nur einzelne Gebiete.
✅ Badesaison das ganze Jahr – rund 20 bis 22 Grad im Winter, 28 bis 29 Grad im Spätsommer.
✅ Sehr trockenes Klima – wenige Regentage im Jahr, fast alle davon im Winterhalbjahr.
✅ Kurze Wege – vom Flughafen sind es 10 bis 40 Autominuten zu allen Ferienorten.
✅ Weinbau im Lavagestein – in La Geria wachsen Reben in Trichtern aus schwarzem Lapilli.
✅ Zwei Inseln in einem Urlaub – nach Fuerteventura fährt die Fähre in rund 30 Minuten.
Die schönsten Orte auf Lanzarote – wo möchtest du Urlaub machen?
Die Ferienorte liegen alle im Süden und Osten. Der Norden und Westen sind dünn besiedelt und werden eher besucht als bewohnt.
Hotels auf Lanzarote – niedrig gebaut statt hoch hinaus
Auf Lanzarote gibt es keine Hotelhochhäuser. Die Bauvorschriften halten die Anlagen niedrig, meist weiß verputzt und in Terrassen- oder Bungalowbauweise – ein Erbe der Debatte um die Bebauung, die César Manrique ab den 1960er Jahren angestoßen hat. Weil die Insel klein ist, liegen alle Ferienorte nah beieinander: Zwischen Playa Blanca und Costa Teguise vergeht etwa eine Autostunde.
Ausflugstipps auf Lanzarote – Highlights für deinen Urlaub
Die Insel ist klein genug, um in einer Woche das Wesentliche zu sehen. Diese acht Ziele lohnen besonders.
Nationalpark Timanfaya – die Feuerberge
Der Nationalpark im Westen bewahrt die Landschaft der Ausbrüche von 1730 bis 1736. Am Islote de Hilario zeigen Mitarbeiter die Erdwärme knapp unter der Oberfläche: Reisig entzündet sich in einer Bodenmulde, Wasser schießt als Dampf aus einem Rohr. Der Kernbereich darf nur mit dem Parkbus befahren werden, die Rundfahrt über die Ruta de los Volcanes dauert rund 35 Minuten. Mittags bilden sich Schlangen an der Zufahrt.
Weinbaugebiet La Geria
Zwischen Yaiza und Masdache wächst Wein in einer ungewöhnlichen Landschaft: Jede Rebe steht in einem eigenen Trichter aus schwarzem Lapilli, geschützt von einer halbrunden Mauer aus Lavasteinen. Der Lapilli speichert nächtliche Feuchtigkeit und gibt sie an die Wurzeln ab – nur so funktioniert Weinbau bei so wenig Regen. Mehrere Bodegas entlang der LZ-30 bieten Führungen und Verkostungen an; bekannteste Rebsorte ist der Malvasía.
Jameos del Agua
Jameos del Agua ist der bekannteste Umbau von César Manrique: ein eingestürzter Abschnitt eines Lavatunnels, den er ab 1966 zu Grotte, Konzertsaal und Garten ausbaute. In dem unterirdischen Salzwassersee leben winzige weiße Krebse, die es weltweit nur hier gibt. Darüber liegt ein leuchtend weißer Pool zwischen schwarzem Gestein. Der Auditoriumssaal in der Höhle wird bis heute für Konzerte genutzt. Plane rund anderthalb Stunden ein.
Cueva de los Verdes
Nur wenige Autominuten von den Jameos entfernt führt die Cueva de los Verdes in denselben Lavatunnel, der beim Ausbruch des Vulkans La Corona entstand. Der begehbare Abschnitt ist knapp zwei Kilometer lang, geführt wird in Gruppen, die Tour dauert etwa 50 Minuten. Die Höhle diente Inselbewohnern jahrhundertelang als Versteck vor Piratenüberfällen. Der Weg ist uneben und teils niedrig – festes Schuhwerk hilft.
Mirador del Río
Der Aussichtspunkt liegt auf rund 475 Metern auf der Kante des Risco de Famara, ganz im Norden. Manrique baute ihn in den Fels, sodass von außen kaum etwas zu sehen ist: Erst hinter der Mauer öffnen sich zwei große Fensterfronten. Der Blick geht über die Meerenge El Río auf La Graciosa und die kleineren Inseln des Chinijo-Archipels. Bei Wind wird es hier oben deutlich kühler.
Playa de Papagayo
Die Papagayo-Buchten liegen im Naturschutzgebiet Los Ajaches östlich von Playa Blanca und sind die bekanntesten hellen Strände der Insel: mehrere geschwungene Sandbuchten zwischen ockerfarbenen Felsen, ohne Bebauung. Die Zufahrt führt über eine unbefestigte Piste, für die eine Gebühr pro Fahrzeug fällig wird. Alternativ fährst du mit dem Ausflugsboot ab Playa Blanca oder wanderst in gut einer Stunde an der Küste entlang. Schatten und Versorgung sind knapp.
Marktbesuch in Teguise
Jeden Sonntagvormittag verwandelt sich die alte Hauptstadt in den größten Markt der Insel. Zwischen den weißen Häusern stehen Stände mit Kunsthandwerk, Lederwaren, Käse, Mojo-Saucen und Wein aus La Geria, dazu spielen Musikgruppen auf den Plätzen. Der Markt läuft etwa von 9 bis 14 Uhr. Komm früh: Ab dem späten Vormittag sind die Zufahrtsstraßen voll. Viele Hotels bieten einen Shuttle an.
Tagesausflug nach La Graciosa oder Fuerteventura
Zwei Nachbarinseln liegen in Reichweite. Ab Órzola fährt die Fähre in rund 25 bis 30 Minuten nach La Graciosa, einer autofreien Insel mit Sandpisten, zwei Ortschaften und einsamen Buchten – Fahrräder und Geländetaxis gibt es am Hafen. Ab Playa Blanca setzt du in etwa 30 Minuten nach Corralejo auf Fuerteventura über, wo die Dünen des Naturparks direkt am Ort beginnen. Beides funktioniert gut als Tagestour.
Beste Reisezeit für Lanzarote
Lanzarote hat keine echte Nebensaison – die Temperaturen schwanken nur um wenige Grad.
- Ganzjährige Badesaison: rund 20 bis 22 Grad am Tag im Winter, 28 bis 29 Grad im August und September. Das Meer liegt zwischen etwa 18 und 23 Grad.
- Wintersonne (November bis März): die stärkste Zeit. Mild und meist sonnig, für lange Strandtage aber oft eine Spur zu frisch. Weihnachten und Ostern sind früh ausgebucht.
- Sommer (Juni bis September): warm, aber selten drückend, weil der Passat kühlt. Wassertemperatur und Tageslänge sind jetzt am besten.
- Sehr trockenes Klima und beständiger Passatwind: Regen fällt an wenigen Tagen im Jahr, fast immer im Winterhalbjahr. Dafür weht fast durchgehend Wind aus Nordost – gut für Surfer, spürbar an exponierten Stränden wie Famara. Windgeschützte Buchten liegen eher im Süden.
FAQ – Häufige Fragen zum Lanzarote-Urlaub
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