Urlaub auf Lanzarote die gestaltete Vulkaninsel – Timanfaya & weiße Dörfer

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Reisezeitraum

21.09.2026 - 19.03.2027 , 7-28 Tage

Reisende

2 Erwachsene

Lanzarote ist die nordöstlichste der großen Kanareninseln: rund 60 Kilometer lang und gut 20 Kilometer breit. Zwischen 1730 und 1736 brachen im Westen über Jahre hinweg Vulkane aus und begruben rund ein Viertel der Insel unter Lava. Genau diese Landschaft ist heute der Grund zu kommen. Seit 1993 steht die gesamte Insel als UNESCO-Biosphärenreservat unter Schutz. 


Der Flughafen Lanzarote (ACE) liegt bei Arrecife, die Flugzeit ab Deutschland beträgt vier bis viereinhalb Stunden. Ein Lanzarote Urlaub verbindet damit ganzjährige Badetemperaturen mit einer Insel, deren Erscheinungsbild bewusst gestaltet wurde.

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Warum Lanzarote? Das macht die Vulkaninsel so besonders

Keine andere Kanareninsel sieht so aus – das Ergebnis klarer Bauregeln.

✅ Vulkanlandschaft von 1730 bis 1736 – rund ein Viertel der Insel liegt unter Lava, begehbar im Nationalpark Timanfaya.

✅ Die Handschrift von César Manrique – keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame an den Straßen, weiße Häuser mit grünen oder blauen Fensterläden.


✅ UNESCO-Biosphärenreservat seit 1993 – geschützt ist die komplette Insel, nicht nur einzelne Gebiete.


✅ Badesaison das ganze Jahr – rund 20 bis 22 Grad im Winter, 28 bis 29 Grad im Spätsommer.


✅ Sehr trockenes Klima – wenige Regentage im Jahr, fast alle davon im Winterhalbjahr.


✅ Kurze Wege – vom Flughafen sind es 10 bis 40 Autominuten zu allen Ferienorten.


✅ Weinbau im Lavagestein – in La Geria wachsen Reben in Trichtern aus schwarzem Lapilli.


✅ Zwei Inseln in einem Urlaub – nach Fuerteventura fährt die Fähre in rund 30 Minuten.

Die schönsten Orte auf Lanzarote – wo möchtest du Urlaub machen?

Die Ferienorte liegen alle im Süden und Osten. Der Norden und Westen sind dünn besiedelt und werden eher besucht als bewohnt.

Puerto del Carmen – der größte Ferienort

Puerto del Carmen zieht sich über rund sechs Kilometer entlang der Avenida de las Playas an der Südostküste. Der Ort hat die größte Auswahl an Hotels, Apartments, Restaurants und Bars der Insel und drei zusammenhängende Strandabschnitte: Playa Grande im Zentrum, dazu Los Pocillos und Matagorda Richtung Flughafen. 


Der Sand ist hell bis goldbraun, das Wasser fällt flach ab. Am alten Hafen gibt es noch einen kleinen Ortskern mit Fischlokalen. Zum Flughafen sind es etwa zehn Autominuten, nach Arrecife rund 20. Gute Wahl, wenn du Abendleben, kurze Wege und viel Auswahl möchtest.


Puerto del Carmen – der größte Ferienort

Costa Teguise – ruhiger Familienort im Osten


Costa Teguise wurde ab den 1970er Jahren als Ferienort geplant; César Manrique war an der Gestaltung beteiligt, unter anderem am Jardín de Cactus in der Nähe und an öffentlichen Anlagen im Ort. Die Bebauung bleibt niedrig und weiß, zwischen den Anlagen liegen begrünte Wege. Hauptstrand ist die Playa de las Cucharas, eine breite, geschützte Bucht, die wegen des beständigen Windes zu den bekannten Windsurfrevieren der Insel zählt.


Daneben liegen kleinere Buchten wie Playa Bastián. Zum Flughafen sind es rund 20 Autominuten, nach Arrecife etwa zehn. Ein Ort für Familien und ruhigere Tage.


Costa Teguise – ruhiger Familienort im Osten

Playa Blanca – der Süden mit Blick nach Fuerteventura

Playa Blanca liegt an der Südspitze und ist der jüngste der drei großen Ferienorte. Eine durchgehende Promenade verbindet über mehrere Kilometer die Buchten Playa Dorada, Playa Flamingo und den Yachthafen Marina Rubicón. Die Strände sind klein, hell und windgeschützt, das Wasser ruhig – deshalb ist der Ort bei Familien beliebt. 


Vom Fährhafen setzen mehrmals täglich Schiffe nach Corralejo auf Fuerteventura über, die Überfahrt dauert rund 30 Minuten. Östlich beginnt das Naturschutzgebiet Los Ajaches mit den Papagayo-Stränden. Zum Flughafen sind es etwa 35 Autominuten.


Playa Blanca – der Süden mit Blick nach Fuerteventura

Arrecife – die Hauptstadt am Wasser

Arrecife ist mit rund 60.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel und kein klassischer Ferienort, sondern Hafen-, Einkaufs- und Verwaltungszentrum. Sehenswert ist der Charco de San Ginés, eine von Häusern umringte Meeresbucht mit Fischerbooten und Lokalen. Dazu kommen die Festungen Castillo de San Gabriel auf einer vorgelagerten Insel und Castillo de San José, das Manrique zum Museum für zeitgenössische Kunst umbaute. 


Die Playa del Reducto ist ein heller Stadtstrand direkt an der Promenade. Der Flughafen liegt rund zehn Autominuten südlich. Passend, wenn du Alltag und Stadtleben statt Hotelanlage suchst.


Arrecife – die Hauptstadt am Wasser

Famara & Caleta de Famara – Wind, Wellen und Weite

Im Nordwesten liegt die Playa de Famara: ein rund sechs Kilometer langer, heller Naturstrand unter dem Risco de Famara, dessen Steilwand stellenweise mehrere hundert Meter aufragt. Der Ort Caleta de Famara ist ein niedriges Dorf aus weißen Häusern, ohne große Hotels, dafür mit Surfschulen und einer Handvoll Lokalen. 


Hier lernen viele das Wellenreiten. Zum Baden ist der Strand allerdings nur eingeschränkt geeignet: Strömung und Brandung sind kräftig, an vielen Tagen wird vom Schwimmen abgeraten. Bis Costa Teguise sind es rund 30 Autominuten. Ein Standort für Surfer und für alle, die Weite mögen.


Famara & Caleta de Famara – Wind, Wellen und Weite

Teguise & das Inselinnere – die alte Hauptstadt

Teguise im Inselinneren war bis 1852 Hauptstadt Lanzarotes und ist der historische Kern der Insel: gepflasterte Gassen, weiße Fassaden, die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe am Hauptplatz und das Castillo de Santa Bárbara auf dem Vulkankegel Guanapay darüber. Sonntagvormittags füllt der große Wochenmarkt den ganzen Ort. Ringsum liegen Dörfer wie Haría im Tal der tausend Palmen, Yaiza im Süden und Tahíche mit der Fundación César Manrique. 


Übernachtet wird hier in Landhäusern und kleinen Pensionen, große Anlagen gibt es nicht. Von Teguise erreichst du fast jeden Punkt der Insel in unter 40 Minuten.


Teguise & das Inselinnere – die alte Hauptstadt

Órzola & der Norden – Fischerhafen und Lavaküste

Órzola ist ein kleiner Fischerort an der Nordspitze und vor allem Abfahrtsort: Von hier setzen mehrmals täglich Fähren nach La Graciosa über, die Fahrt dauert rund 25 bis 30 Minuten. Der Ort selbst hat einen ruhigen Hafen, Fischrestaurants und in der Nähe helle Buchten wie die Caletón Blanco, wo weißer Sand direkt an schwarzes Lavagestein grenzt. 


Südlich davon liegt das Malpaís de la Corona, ein altes Lavafeld mit den Höhlen Cueva de los Verdes und Jameos del Agua. Hotels gibt es kaum – der Norden ist ein Ausflugsziel, kein Standort.


Órzola & der Norden – Fischerhafen und Lavaküste

Hotels auf Lanzarote – niedrig gebaut statt hoch hinaus

Auf Lanzarote gibt es keine Hotelhochhäuser. Die Bauvorschriften halten die Anlagen niedrig, meist weiß verputzt und in Terrassen- oder Bungalowbauweise – ein Erbe der Debatte um die Bebauung, die César Manrique ab den 1960er Jahren angestoßen hat. Weil die Insel klein ist, liegen alle Ferienorte nah beieinander: Zwischen Playa Blanca und Costa Teguise vergeht etwa eine Autostunde.

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Nationalpark Timanfaya – die Feuerberge

Der Nationalpark im Westen bewahrt die Landschaft der Ausbrüche von 1730 bis 1736. Am Islote de Hilario zeigen Mitarbeiter die Erdwärme knapp unter der Oberfläche: Reisig entzündet sich in einer Bodenmulde, Wasser schießt als Dampf aus einem Rohr. Der Kernbereich darf nur mit dem Parkbus befahren werden, die Rundfahrt über die Ruta de los Volcanes dauert rund 35 Minuten. Mittags bilden sich Schlangen an der Zufahrt.

Weinbaugebiet La Geria

Zwischen Yaiza und Masdache wächst Wein in einer ungewöhnlichen Landschaft: Jede Rebe steht in einem eigenen Trichter aus schwarzem Lapilli, geschützt von einer halbrunden Mauer aus Lavasteinen. Der Lapilli speichert nächtliche Feuchtigkeit und gibt sie an die Wurzeln ab – nur so funktioniert Weinbau bei so wenig Regen. Mehrere Bodegas entlang der LZ-30 bieten Führungen und Verkostungen an; bekannteste Rebsorte ist der Malvasía.

Jameos del Agua

Jameos del Agua ist der bekannteste Umbau von César Manrique: ein eingestürzter Abschnitt eines Lavatunnels, den er ab 1966 zu Grotte, Konzertsaal und Garten ausbaute. In dem unterirdischen Salzwassersee leben winzige weiße Krebse, die es weltweit nur hier gibt. Darüber liegt ein leuchtend weißer Pool zwischen schwarzem Gestein. Der Auditoriumssaal in der Höhle wird bis heute für Konzerte genutzt. Plane rund anderthalb Stunden ein.

Cueva de los Verdes

Nur wenige Autominuten von den Jameos entfernt führt die Cueva de los Verdes in denselben Lavatunnel, der beim Ausbruch des Vulkans La Corona entstand. Der begehbare Abschnitt ist knapp zwei Kilometer lang, geführt wird in Gruppen, die Tour dauert etwa 50 Minuten. Die Höhle diente Inselbewohnern jahrhundertelang als Versteck vor Piratenüberfällen. Der Weg ist uneben und teils niedrig – festes Schuhwerk hilft.

Mirador del Río

Der Aussichtspunkt liegt auf rund 475 Metern auf der Kante des Risco de Famara, ganz im Norden. Manrique baute ihn in den Fels, sodass von außen kaum etwas zu sehen ist: Erst hinter der Mauer öffnen sich zwei große Fensterfronten. Der Blick geht über die Meerenge El Río auf La Graciosa und die kleineren Inseln des Chinijo-Archipels. Bei Wind wird es hier oben deutlich kühler.

Playa de Papagayo

Die Papagayo-Buchten liegen im Naturschutzgebiet Los Ajaches östlich von Playa Blanca und sind die bekanntesten hellen Strände der Insel: mehrere geschwungene Sandbuchten zwischen ockerfarbenen Felsen, ohne Bebauung. Die Zufahrt führt über eine unbefestigte Piste, für die eine Gebühr pro Fahrzeug fällig wird. Alternativ fährst du mit dem Ausflugsboot ab Playa Blanca oder wanderst in gut einer Stunde an der Küste entlang. Schatten und Versorgung sind knapp.

Marktbesuch in Teguise

Jeden Sonntagvormittag verwandelt sich die alte Hauptstadt in den größten Markt der Insel. Zwischen den weißen Häusern stehen Stände mit Kunsthandwerk, Lederwaren, Käse, Mojo-Saucen und Wein aus La Geria, dazu spielen Musikgruppen auf den Plätzen. Der Markt läuft etwa von 9 bis 14 Uhr. Komm früh: Ab dem späten Vormittag sind die Zufahrtsstraßen voll. Viele Hotels bieten einen Shuttle an.

Tagesausflug nach La Graciosa oder Fuerteventura

Zwei Nachbarinseln liegen in Reichweite. Ab Órzola fährt die Fähre in rund 25 bis 30 Minuten nach La Graciosa, einer autofreien Insel mit Sandpisten, zwei Ortschaften und einsamen Buchten – Fahrräder und Geländetaxis gibt es am Hafen. Ab Playa Blanca setzt du in etwa 30 Minuten nach Corralejo auf Fuerteventura über, wo die Dünen des Naturparks direkt am Ort beginnen. Beides funktioniert gut als Tagestour.

Beste Reisezeit für Lanzarote

Lanzarote hat keine echte Nebensaison – die Temperaturen schwanken nur um wenige Grad.


  • Ganzjährige Badesaison: rund 20 bis 22 Grad am Tag im Winter, 28 bis 29 Grad im August und September. Das Meer liegt zwischen etwa 18 und 23 Grad.
  • Wintersonne (November bis März): die stärkste Zeit. Mild und meist sonnig, für lange Strandtage aber oft eine Spur zu frisch. Weihnachten und Ostern sind früh ausgebucht.
  • Sommer (Juni bis September): warm, aber selten drückend, weil der Passat kühlt. Wassertemperatur und Tageslänge sind jetzt am besten.
  • Sehr trockenes Klima und beständiger Passatwind: Regen fällt an wenigen Tagen im Jahr, fast immer im Winterhalbjahr. Dafür weht fast durchgehend Wind aus Nordost – gut für Surfer, spürbar an exponierten Stränden wie Famara. Windgeschützte Buchten liegen eher im Süden.



FAQ – Häufige Fragen zum Lanzarote-Urlaub

Lanzarote funktioniert ganzjährig. Für Wintersonne sind November bis März ideal, weil es mild und trocken bleibt. Wer lange Badetage möchte, reist zwischen Juni und Oktober, wenn das Wasser am wärmsten ist.

Von den meisten deutschen Flughäfen sind es vier bis viereinhalb Stunden zum Flughafen Lanzarote (ACE) bei Arrecife. Direktflüge gibt es ganzjährig. Der Transfer nach Puerto del Carmen dauert rund zehn Minuten, nach Playa Blanca etwa 35.

Dunkler Vulkansand ist die Regel, vor allem an der Nord- und Westküste. Die großen Ferienorte im Süden und Osten haben dagegen helle bis goldbraune Strände, und die Papagayo-Buchten sind ausgesprochen hell. Dunkler Sand wird sehr heiß – Badeschuhe helfen.

Der Künstler César Manrique setzte sich ab den 1960er Jahren dafür ein, den Tourismus ohne Hochhäuser zu entwickeln. Bis heute gelten strenge Bauhöhen, an den Landstraßen fehlt Leuchtreklame, Häuser sind weiß mit grünen oder blauen Fensterläden. Seit 1993 ist die gesamte Insel UNESCO-Biosphärenreservat.

Für einen reinen Badeurlaub in Puerto del Carmen, Costa Teguise oder Playa Blanca nicht. Sobald du Timanfaya, La Geria und den Norden sehen willst, ist ein Auto klar im Vorteil – bei rund 60 Kilometern Insellänge bleiben die Wege kurz. Alternativ buchst du geführte Tagestouren ab dem Hotel.

Ja. Costa Teguise und Playa Blanca haben geschützte Buchten mit flachem Einstieg und viele Anlagen mit Kinderbetreuung. Die Transferzeiten sind kurz, und Ausflüge wie Timanfaya oder die Jameos del Agua funktionieren auch mit Kindern gut.

Nur eingeschränkt. Der Kernbereich darf ausschließlich mit dem offiziellen Parkbus befahren werden. Es gibt aber geführte Wanderungen auf ausgewählten Routen, die vorab gebucht werden müssen, sowie frei zugängliche Wege am Rand des Parks.

Ja, als Tagestour gut machbar. Ab Playa Blanca dauert die Überfahrt nach Corralejo rund 30 Minuten, mehrmals täglich. Drüben beginnen die Dünen des Naturparks direkt hinter dem Ort. Wer mehr sehen will als den Norden, sollte eine Übernachtung einplanen.

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